Entdeckung

Weitblick
sieht anders aus.
Schlechte Sicht
pfercht meine Sinne ein,
Ich kann nicht anderes,
als anzusehen was ist,
zu betrachten,
was greifbar
vor mir liegt,
und entdecke
den Zauber des Jetzt.
© Andreas Klaene

Das Feld schläft

Das Feld schläft,
ruht lautlos
unter seiner weißen Decke.
Der Himmel
hält mit goldenem Auge Wacht,
und die Wildgänse
rufen leis ihr Fernweh
in unsere Träume hinein.

Andreas Klaene

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Nun hat sie ihn für sich

Keiner mehr da.
Alle sind ihr entwichen,
in kühle Räume entschwunden.
Nun hat sie ihn für sich,
die Mittagssonne,
breitet sich flirrend über ihm aus.
Und wenn sie geht,
ist’s für den Dorfplatz,
als bliebe etwas von ihr bei ihm.
Als machte sie sich noch immer
mit ihrem glühenden Leib
auf ihm zu schaffen.

Andreas Klaene

Sie gaffen nicht

Wie tausend Augen
sehen Sie zu uns herunter.
Sie gaffen nicht,
betrachten und begleiten uns
mit sanftem Blick,
die Fenster des Südens,
zu denen aufschauend
wir den Charme
des Himmels entdecken.

Andreas Klaene

Was felsiger Boden ihr ließ

Sie steht schon ewig dort,
hat nie geschlemmt,
hat sich mit dem begnügt,
was felsiger Boden ihr ließ.
Entsagung hat sie zu dem gemacht,
was sie ist:
eine knochige Pinienschönheit,
die mit ihrem Alter
ehrfurchtsvolle Blicke erntet.

Andreas Klaene

Ich mag sie

Ich mag die Wolken.
Sie bringen Bewegung in den Himmel,
der einfach nur blaufaul
unter der Sonne abhängt.

Lichtgestalten

Lichtgestalten
brauchen kein prächtiges Portal.
Sie kommen durchs kleinste Loch
und finden
selbst im finstren Schuppen
ihre große Bühne.

Andreas Klaene

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