Du und der Himmel

„Boah, ist das hier schön“, sagte das schwarze Schaf zum weißen, „fast wie im Himmel.“ „Du nun wieder. Aber ist ja klar, dass du sowas sagst.“
„Wieso?“
„Weil du nur ans Fressen denkst.“
„Dir schmeckt es doch auch.“
„Aber Typen wie du fressen unsereins die schönsten Weiden leer.“
„Was für Typen?“
„Typen, die anders sind. Guck dich doch mal an.“
„Hast recht, wenn ich uns so anschaue, muss ich immer an den Himmel denken.“
„Bist du bekloppt?“
„Nein, überleg doch mal. Da ist Multikulti doch total normal.“ 😀

Völlig ausgeflippt

„Bist ja völlig ausgeflippt“, sagt die Unerfahrenheit zum Übermut. „Das wirste noch bereuen.“
„Bereuen? Glaub ich nicht“, sagt der Übermut. „Ich liebe Luftsprünge. Wenn ich oben bin, kann ich den Horizont sehen. Und zwischen dem und mir liegt ne große schöne Welt.“ 

Das gibt’s tatsächlich

Ich war mir ja bisher nie so sicher, aber seit letzten Sonntag, das war der 8. April, weiß ich es ganz genau: Ja, es gibt für Gänse tatsächlich ein Leben nach Weihnachten. Denn da habe ich sie gesehen und fotografiert. Letzteres nur, weil mir ja sonst keiner glaubt.

Herbstmorgenstille

Dumpf tönt das Schnauben der Pferde
in die grüne Herbstmorgenstille hinein.
Wie eine Aufforderung
an noch schlummernde Gräser,
von den Träumen der Nacht zu erzählen.

Andreas Klaene

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Der Hammer

Ich bin stark, meint der Nagel,
hält jedem Hammer den Kopf hin.
Dann haut‘s ihn um.
Nun geht er krumm, bis einer kommt,
so ein Schwacher, der alles an den Nagel hängt.
Bis er abbricht, der Starke, und seufzt:
Das war der Hammer!

Andreas Klaene

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