Bis zum finalen schrecklichen Höhepunkt

Petra Carlile schreibt in ihrer Rezension über Totgeliebt auf Amazon:

Was täten wir, wenn unser Safehouse ins Wanken gerät? Bis wohin würden wir uns ins Schicksal ergeben und ab welchem Punkt kochen unsere Emotionen über, dass wir auch zum Äußersten fähig sind? Nämlich Mord? Wir halten uns alle für unfehlbar. Und einen Mord begehen, das tun doch nur kriminelle Gewaltverbrecher. Sind wir wirklich nicht zu einem Mord fähig? Andreas Klaene lässt uns teilhaben am Leben der im Roman genannten Karin Krogmann und ihr Schicksal, das auf Tatsachen beruht. Eine Frau, welche die Höhen und Tiefen ihres bisherigen Lebens ganz gut gemeistert und in jeder Situation Stärke bewiesen hat. Doch dann gerät ihre kleine Welt ins Wanken. Es ist spannend zu lesen, mitzufiebern und sich zu freuen, wenn alles wieder in Ordnung scheint, bis es dann doch in einem finalen schrecklichen Höhepunkt endet. Eine Geschichte, die das Leben tatsächlich geschrieben und die Andreas Klaene aufgegriffen und ausgezeichnet im Buch umgesetzt hat. Wir erhalten einen kleinen Einblick, wie das Leben der Generation vor uns verlief, welche anderen Werte – bedingt durch Kriegs- und Nachkriegszeit – gelebt wurden und was vielen Menschen damals wichtig war. Und wie es kommt, dass jemand in einem scheinbar guten Leben, wohlerzogen und menschlich, nur noch einen Ausweg kennt. Eine gelungene Umsetzung. U.a. auch, weil sich der Autor, also ein Mann, in das Leben einer Frau hinein versetzt und treffend die weibliche Sichtweise mit allen Facetten ihres Lebens darlegt.

Genial beschrieben

In einer Rezension zu Totgeliebt schreibt Lisamaus auf Amazon:

Mich hat die Story fasziniert. Weil sie genau dem Gesellschaftsbild entspricht, das in den fünfziger und sechziger Jahren vorgeherrscht hat und teilweise heute noch herrscht. Ich konnte mich direkt hineinfühlen und habe einige Berührungspunkte aus meiner eigenen Kindheit darin wiedergefunden. Meine Mutter entdeckt, auch wenn sie nie einen Mord begangen hat. Aber ihre Perfektion und das allen recht machen. Eindringlich wird hier die Beziehung eines alltäglichen Pärchens geschildert, die in einer Katastrophe endet. Minutiös wird beleuchtet, wie sich die Menschen von einander entfernen, ohne es zu bemerken. Und nicht bereit sind, über Fehler nachzudenken oder sich zu ändern. Es ist unbedingt lesenswert, denn der Erzählstil ist ruhig, unpolemisch, trotzdem reißt er einen mit. Auch wenn man schon weiß, wohin das ganze führt, ist der Weg dahin genial gezeichnet. Eine andere Art von Spannungsbogen!

Am eigenen Leben vorbei

Ulrike Blatter scheibt in ihrer Rezension über Totgeliebt auf Amazon unter anderem:

Und dann schießt sie ihn tot. Einfach so? Andreas Kläne hat diesen Fall sorgfältig recherchiert und schafft es, ein Szenario zu entwickeln, in dem nachfühlbar wird, warum diese Liebe so grausam endete. Vieles ist aus dem historischen Kontext heraus zu verstehen – beide Ehepartner waren in traditionellen Rollenbildern geradezu einzementiert und dort, wo Hilfe (z.B. therapeutisch) dringend notwendig gewesen wäre, herrschte Sprachlosigkeit. Die Tragik ist, dass jede/r sein Bestes gab und am eigenen Leben quasi vorbei lebte. Vorwürfe und Schuldzuweisungen gab es kaum. Auch keinen Streit. Alles wurde stets in schier unerschöpflicher Harmoniesucht übertüncht. Bis sich das nicht gelebte Leben endlich Bahn brach – und keine Mittel zur Verfügung standen, um mit einer solchen Situation umzugehen. Aus existenziell erlebter Bedrohung wurde eine Alles-oder Nichts-Lösung. Mit fatalen Konsequenzen. Tragisch, da es so viele potentielle Wendepunkte gegeben hätte, da so viel guter Wille vorhanden war und die Sache dann letztendlich an Sprachlosigkeit und (vermeintlichen) gesellschaftlichen Erwartungen scheiterte.


Fühlte mich in Casinozeiten zurückversetzt

Sonwikblick schreibt in einer Rezension zu Totgeliebt auf Amazon:

Es ist, wohlgemerkt, ein Tatsachenroman über eine nach Jahren vor die Wand gefahrene Ehe und kein Thriller. Ich war deshalb von Anfang an motiviert, auch viel zwischen den Zeilen zu lesen. Jungen Frauen von heute kann man kaum besser klar machen, was sich in den letzten Jahrzehnten zu ihren Gunsten geändert hat.
Als Ehefrau eines pensionierten Luftwaffenoffiziers fühlte ich mich in Casinozeiten zurückversetzt. Die Fassade von Stil und Formen hatte schon zu meinen Zeiten Risse. Die Mehrzahl der Herren war strikt gegen eine Berufstätigkeit der Ehefrau. Nicht nur wegen der vielen Umzüge, sondern weil es ein schlechtes Bild machte. Habe mich nicht davon abbringen lassen, aber dass eine Frau Anfang 50 ausrastet, weil sie plötzlich für sich sorgen soll, weil der Herr Gemahl nochmal Frühlingsgefühle bekommt, kann ich ebenso nachvollziehen wie die Aversion eines Ehemannes gegen seine immer erzieherischer auftretende Frau.
Kein leichter Fall für Richter.
Interessantes Thema gut erzählt.

Erschreckende Tatsachen

Brigitte Weber schreibt in ihrer Rezension zu Totgeliebt auf Amazon, das Buch beruhe „auf zum Teil erschreckende Tatsachen. Sehr gut auch im Anhang die Ausführungen eines renommierten Rechtsanwaltes zu der immer noch weit verbreiteten juristischen Ungleichbehandlung weiblicher Straftäterinnen. Ein wahrhaft lesenswertes, nachhaltiges Buch. Chapeau, lieber Andreas Klaene!!!“

Weil ich soeben meinen Mann erschossen habe

Heute bin ich mal wieder so unverschämt, ganz schnöde Werbung zu machen. Und zwar mit einem kleinen Auszug aus meinem Tatsachenroman Totgeliebt:

Der Polizist hatte die Frau nie zuvor gesehen. Er registrierte sie als eine etwa einssechzig kleine zierliche Fremde mit dunkelbraunem Pagenkopf, grauem Rock und hochgeschlossener weißer Bluse. Der kurze Moment der Begrüßung genügte ihm, um mit sicherem Gefühl sagen zu können, welche Sorte Mensch er nicht vor sich hatte. Auf ihn wirkte sie weder angetrunken noch gewalttätig, heruntergekommen oder falsch. Frauen wie sie, dachte er, braucht ein Polizist nicht abzuführen. Sie kommen von sich aus auf die Wache, tragen ihr Anliegen vor und gehen wieder. Der junge Polizist hatte sein Entgegenkommen mit den Worten: „Was kann ich für Sie tun?“ kaum ausgesprochen, als die Frau ihn ansah und mit ruhigem, klarem Ausdruck sagte, was er kaum für möglich halten konnte: „Ich bin hier, weil ich soeben meinen Mann erschossen habe.“

„Hat mich tief berührt“

 

So eine schöne Kritik gibt’s nicht alle Tage

Ich freue mich sehr über die neue Rezension, die Petra Carlile auf Amazon veröffentlicht hat. Darin heißt es:

„Eine wirklich glückliche Ehe ist, wie jede gute Partnerschaft und Freundschaft, erfüllt mit Vertrauen, gegenseitigem Geben und Nehmen, Zusammenhalt und trotzdem sich selbst entfalten können. Für viele bedeutet es Sicherheit, Geborgenheit und verlässliche Routine. Wie sehr es jemanden aus der Bahn wirft, wenn genau diese Werte bröckeln, vermag sich mancher nicht vorstellen. Was täten wir, wenn unser Safehouse ins Wanken gerät? Bis wohin würden wir uns ins Schicksal ergeben und ab welchem Punkt kochen unsere Emotionen über, dass wir auch zum Äußersten fähig sind? Nämlich Mord? Wir halten uns alle für unfehlbar. Und einen Mord begehen, das tun doch nur kriminelle Gewaltverbrecher. Sind wir wirklich nicht  „So eine schöne Kritik gibt’s nicht alle Tage“ weiterlesen

„Ergreifendes Schicksal zweier Menschen“

„Dieses ergreifende Schicksal zweier Menschen hat in mir ein Wechselbad der Gefühle hervorgerufen“, schreibt ein Leser über meinen Tatsachenroman Totgeliebt. „Ein packendes, fesselndes Drama, spannend bis zum Schluss, brillant vom Autor niedergeschrieben, man fiebert regelrecht dem Ende entgegen, obwohl es von Anfang an bekannt ist.“