Wo die schönste Nähe Weite tankt

Man könnte sich ja ab und zu (und dann immer mal wieder 😉) ans Meer setzen. Da, wo die schönste Nähe Weite tankt und gar nicht auf die Idee kommt, im Sand zu verlaufen. 😀

Und jetzt VORSICHT: Dies ist unbezahlte Werbung. 😉 Hier steht ein kleiner Dialog aus meinem Roman „Till Türmer“:
„Bist du häufig hier?“
„Häufig? In der letzten Zeit schon. Vor allem nach Tagen, die mir keine Ruhe lassen.“
„Du meinst, wenn es besonders schwer war?“
„Dann zum Beispiel, aber auch, wenn’s besonders schön ist.“
„Und was machst du dann hier am Strand mit der Last?“
„Ich schaue zu, wie das Meer mir die ganz harten Brocken wegreißt. Wenn ich dann lange genug hier unterwegs bin, werden sie alle von den Wellen aufgeweicht.“

Felsen zum Schmelzen bringen

Mit dem richtigen Geschenk soll man ja angeblich sogar Felsen sprengen können. Angeblich. Und was macht man, wenn einer aus lauter Angst vor entsprechender Geschenkrevanche immer größer wird und wie ne Gebirgskette vor einem steht? Handelsübliche Mitbringsel kriegt man da nicht rüber. Also bleibt nur liebevolle Zugewandtheit. Wenn die zärtlich ausfällt, erdrückt sie nicht und kann Felsen zum Schmelzen bringen. 😀 

Wo nichts mehr geht

Auf so mancher Welle kann ich noch so leidenschaftlich herumreiten, sie bringt mich dorthin, wo nichts mehr geht. Und wenn ich mir dann halbwegs erfolgreich eingeredet habe, wohl am Ziel zu sein, höre ich das Meer. Es zeigt mir den Horizont, und ich kapiere, dass meine Welt auch dort noch lange nicht zu Ende ist.

Der nicht zu halten ist

Die Oberfläche 
ist nicht sein Zuhause. 
Er lechzt nach Tiefe. 
Vom weißen Leib gelassen, 
lässt er sich fallen, 
dringt unter die Haut 
wie einer, 
der nicht zu halten ist, 
wie einer, 
der Boden 
in Unendlichkeit sucht. 
Seine Berufung ist,
ihn zu finden. 
Suchend kommt er an 
und beschenkt den, 
der ihm Freiheit gab, 
mit sicherem Halt.

Einfach über Bord damit

Ist ja vielleicht für ’ne Kreuzfahrt nicht so geeignet, aber ich könnte in diesem Boot ja einfach mal all die Erwartungen anderer über Bord schmeißen. Dann wäre genau dieser Kahn meine AIDA. 😀🌞

Von wegen nur eine Kurznachricht

Manche Nachrichten haben ja trotz ihrer Kürze ein verblüffendes Potential. Die liefern aus heitrem (bis bewölktem) Himmel mehr Vertrautheit als ein langes alltägliches Zusammensein. 😀 🌞

Mord wäre das nicht

Man könnte sie ja einfach über Bord werfen, all die lästigen Vorurteile. Man bräuchte auch kaum Angst zu haben, wegen Mordes ranzukommen. Allenfalls wegen des Versuchs, denn diese Biester haben Rettungsringe. Aber einen Versuch wär’s wert. 😀

Ruhig mal mit Romantik betrachten

Weit gucken ist hier nicht drin. Aber man kann das, was man bei solch schummrigem Licht nicht sieht, ja auch mit Romantik betrachten. Dann ist es das Licht, das die Dunkelheit sehnender Einsamkeit erhellt. 😀

Lieber mal den Kopf verlieren

Ich verstehe ja, dass sie gut auf ihren Hut aufpasst. Eine Windböe, das Ding fliegt weg, und alle lachen sich schlapp. Da kann man doch viel besser mal den Kopf verlieren. Das fällt kaum einem auf. 😀

Vorteil des Wartens

Wenn sich einer ewig wartend die Beine in den Bauch steht, hat das ja durchaus einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Er kommt nie und nimmer auf die Idee, sich darüber zu beklagen, dass die Zeit so verflucht schnell vergeht. 😉