Die Netzwerkerin

Mit diesem Fischkutter aus Greetsiel kommt WERBUNG auf euch zu. 😀 Nicht für Krabben und anderes leckere Zeug aus der Nordsee, sondern für meinen Roman Till Türmer und die Angst vor dem Tod. Darum passend zur Bildszene eine kleine Sequenz aus dem Buch:

„Welche Ähnlichkeit Tina und solche Fischernetze doch haben, dachte Till. Nicht nur, dass beide viele Blicke ernteten. Tina war in beruflicher wie privater Hinsicht die Netzwerkerin schlechthin. Wenn sie auf Fang ging, lohnte es sich so gut wie immer. Mancher, der ihr ins Netz ging, verhedderte sich zwar so in ihren Maschen, dass er kaum wieder heraus kam, konnte sich aber immerhin sagen, von ihr als Leckerbissen genossen zu werden.“ 

Da seilt sich keiner mehr ab

Was die Emotionalität von Schiffen angeht, habe ich ja ehrlich gesagt null Ahnung. Und trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass die ihre Besatzungen total lieb haben. Geht doch gar nicht anders. Wenn ich mir allein diese ewige Wechselwirkung zwischen Festhalten und Loslassen vorstelle. Ist doch wie ein Potenzmittel für beide Seiten. Ich glaube, da kommt keine Liebe mehr auf die Idee, sich einfach abzuseilen. 😉

Wo nichts mehr geht

Auf so mancher Welle kann ich noch so leidenschaftlich herumreiten, sie bringt mich dorthin, wo nichts mehr geht. Und wenn ich mir dann halbwegs erfolgreich eingeredet habe, wohl am Ziel zu sein, höre ich das Meer. Es zeigt mir den Horizont, und ich kapiere, dass meine Welt auch dort noch lange nicht zu Ende ist.

Der nicht zu halten ist

Die Oberfläche 
ist nicht sein Zuhause. 
Er lechzt nach Tiefe. 
Vom weißen Leib gelassen, 
lässt er sich fallen, 
dringt unter die Haut 
wie einer, 
der nicht zu halten ist, 
wie einer, 
der Boden 
in Unendlichkeit sucht. 
Seine Berufung ist,
ihn zu finden. 
Suchend kommt er an 
und beschenkt den, 
der ihm Freiheit gab, 
mit sicherem Halt.

Mord wäre das nicht

Man könnte sie ja einfach über Bord werfen, all die lästigen Vorurteile. Man bräuchte auch kaum Angst zu haben, wegen Mordes ranzukommen. Allenfalls wegen des Versuchs, denn diese Biester haben Rettungsringe. Aber einen Versuch wär’s wert. 😀

Wenn sie alle reißen

Wenn alle Stricke reißen,
ist das nicht unbedingt der Untergang.
Manchmal kriegt die Freiheit
genau in einem solchen Moment
die Oberhand,
und man segelt endlich in die Richtung,
in die man schon immer wollte.

Andreas Klaene

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Zwischen den Seilen

Meistens
kommt es so unscheinbar daher,
dass man es glatt übersieht.
Als bescheiden schimmernder Winzling
sitzt es zwischen so manchen Seilen,
an denen wir täglich kraftvoll ziehen:
das Glück.

Andreas Klaene

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Der Tag geht dahin

Der Tag geht dahin.
Folgen wir ihm in die Nacht,
lassen uns vom weiten Laken
des Himmels zudecken
und uns vom Morgen
in die Weiten
des neuen Tages locken.

Andreas Klaene