Ich kann nicht anders

Schlechte Sicht
pfercht meine Sinne ein.
Ich kann nicht anders,
als anzusehen was ist,
zu betrachten,
was greifbar vor mir liegt,
und entdecke
den Zauber des Jetzt.

Entdeckung nach dem ersten Augenblick

Wenn ich dieses Bild von Ulrike von Schrader sehe, fällt mir auf, wie bunt das ganz alltägliche Leben sein kann. Ich muss mir vermeintlich Tristes nur aufmerksam ansehen, um festzustellen, in welchen Farben es schimmert.

Bei diesem Gedanken fällt mir unwillkürlich ein Vogel ein, der Star. Auf den ersten Blick ist er schlichtweg unscheinbar. Einfach schwarz. Doch sobald ich mir ein paar weitere Augenblicke gönne, entdecke ich, wie sein schwarzes Gefieder kunterbunt schimmert. Und sobald ich versuche, all die Farben seines Kleides zu zählen, kann ich nur noch kapitulieren. Seine scheinbare Tristesse verzaubert den Blick.

Kein Halten

Nichts als Laub, sagt der Wind
und fegt plündernd durch die Zweige,
blättert eilig weiter
im bunten Kapitel herbstlicher Seiten.
Gern würde ich ihn bremsen,
aber auf mich hört er nicht.

Andreas Klaene

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Der Hammer

Ich bin stark, meint der Nagel,
hält jedem Hammer den Kopf hin.
Dann haut‘s ihn um.
Nun geht er krumm, bis einer kommt,
so ein Schwacher, der alles an den Nagel hängt.
Bis er abbricht, der Starke, und seufzt:
Das war der Hammer!

Andreas Klaene

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Das Feld schläft

Das Feld schläft,
ruht lautlos
unter seiner weißen Decke.
Der Himmel
hält mit goldenem Auge Wacht,
und die Wildgänse
rufen leis ihr Fernweh
in unsere Träume hinein.

Andreas Klaene

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