
Wie einer,
der auf Erden
nichts verloren hat,
zieht’s ihn nach oben,
sein Leben lang.
So hager seine Arme,
dass der Sonne Schattenmaler
sie kaum zeichnen kann.
Als wolle er
den Himmel streicheln, „Dem Blau entgegen“ weiterlesen

Buchautor und Journalist. Jury-Mitglied der Literaten-Vereinigung "Gruppe 48".

Wie einer,
der auf Erden
nichts verloren hat,
zieht’s ihn nach oben,
sein Leben lang.
So hager seine Arme,
dass der Sonne Schattenmaler
sie kaum zeichnen kann.
Als wolle er
den Himmel streicheln, „Dem Blau entgegen“ weiterlesen

Längst schon
hat sie ihr grünes Gewand abgelegt,
liegt still da, ausgestreckt,
müde von den Festen der Jahreszeiten,
wie eine, die alles erlebt und nichts mehr will.
Dann, in der Nacht, „Die schlafende Wiese“ weiterlesen

Wie schon ewig Angekommene
stehen sie da, bleiben wo sie sind,
fühlen sich vom Licht beschenkt,
das der Tag ihnen bringt,
stehen denen Spalier, „Vom Licht beschenkt“ weiterlesen

Aufrecht stehen sie da,
ein Fichtenleben lang.
Wie Wesen,
die nicht
voneinander lassen mögen,
bleiben sie, wo sie sind, eng beieinander.
Und wütet der Wind,
„Das strahlende Jetzt“ weiterlesen

Weitblick
sieht anders aus.
Schlechte Sicht
pfercht meine Sinne ein,
Ich kann nicht anderes,
als anzusehen was ist,
zu betrachten,
was greifbar
vor mir liegt,
und entdecke
den Zauber des Jetzt.
© Andreas Klaene

Mit weißem Himmelsstaub
bedeckt der Winter
Bäume, Felder, Dächer,
reicht dem Jahr
das Nachtgewand,
will uns führen
zur Traumesstille,
aus der wir
hellwach blicken auf das,
was kommen mag.
© Andreas Klaene

Das war eine ganz außergewöhnliche Lesung für mich. Sie fand in Rees am Niederrhein statt. Nach jeder Sequenz, die ich aus meinem Roman Till Türmer las, spielte die Harfenistin Silke Aichhorn und bescherte unseren Zuhörern mit ihren wunderbaren Klängen eine Atmosphäre, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Thalia in Emden lädt ein, und ich komme gern zur Lesung aus meinem aktuellen Roman Till Türmer und die Angst vor dem Tod.

Noch nie
haben sie auch nur einen Schritt gemacht,
sind nie angeeckt,
haben noch keinem ein Bein gestellt,
sind niemandem aus dem Weg gegangen,
keinem auf die Füße getreten,
haben keine Mitläufer hinter sich geschart, „Noch nie“ weiterlesen

Wo brauner Boden
bei jedem Schritt
an meinen Stiefeln zieht,
wo jeder laute Ton im Torf erstickt,
wo im Sommer ein Kuckuckschor
mein Stapfen mit Rufen begleitet,
wo der Himmel in der Ferne
küssend sich zur Erde neigt,
da bin ich im Moor.
Andreas Klaene