
In weißer Eleganz
lässt sie sich tragen von luftiger Macht,
tanzt schwebend
zwischen Himmel und Meer,
verführt uns mit Grazie,
ihr zuzusehen.
So steckt sie uns an
mit der Leichtigkeit ihres Seins.
Die Möwe.
Andreas Klaene

Buchautor und Journalist. Jury-Mitglied der Literaten-Vereinigung "Gruppe 48".

In weißer Eleganz
lässt sie sich tragen von luftiger Macht,
tanzt schwebend
zwischen Himmel und Meer,
verführt uns mit Grazie,
ihr zuzusehen.
So steckt sie uns an
mit der Leichtigkeit ihres Seins.
Die Möwe.
Andreas Klaene

Der Himmel
schaut auch
in heruntergekommene Fenster
hinein.
Andreas Klaene

Tag für Tag
steht sie dort oben
auf dem Deichkamm,
blickt auf einen gigantischen Silberteller,
die Nordsee,
sieht in Meer und Himmel „Auf dem Deichkamm“ weiterlesen

Nichts wirft ihn um.
Kein Sturm, keine Flut,
keine Gischt.
Was andere fürchten,
nimmt er stoisch hin,
weil es Leben ist.
Sein Leben,
das ihm Form und Farbe gibt,
das ihn stark macht für die Ängstlichen,
die er in tosenden Zeiten hält.
Andreas Klaene

Wenn’s mal eng wird,
gibt es immer noch das Meer.
Es liegt vor uns
mit all seiner Weite,
verführt uns,
alle Grenzen des Denkens
und Fühlens zu fluten.
Andreas Klaene

Der Tag geht dahin.
Folgen wir ihm in die Nacht,
lassen uns vom weiten Laken
des Himmels zudecken
und uns vom Morgen
in die Weiten
des neuen Tages locken.
Andreas Klaene

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Die Wasservögel zieht es zum nächtlichen Quartier auf den Feuchtwiesen. Dorthin, wo sie sich zum Tagesanbruch wieder erheben, dem Himmel entgegenstreben und ihre Runden über die Nordsee und Spiekeroog ziehen.

Keine Schranken, keine Grenzen. Alles weist Richtung Weite und Unendlichkeit. Genau das Richtige für Till Türmer, den Protagonisten meines aktuellen Romans. Ich bin unterwegs mit ihm an der ostfriesischen Küste und auf Spiekeroog.

Von wegen nur Naturgewalten wie Wind und Wasser. In Ostfriesland sind vor allem Himmel und Weite zu Hause. Und die tun gut. Nicht nur Till Türmer, der Hauptfigur meines aktuellen Romans . Mir auch.