Da seilt sich keiner mehr ab

Was die Emotionalität von Schiffen angeht, habe ich ja ehrlich gesagt null Ahnung. Und trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass die ihre Besatzungen total lieb haben. Geht doch gar nicht anders. Wenn ich mir allein diese ewige Wechselwirkung zwischen Festhalten und Loslassen vorstelle. Ist doch wie ein Potenzmittel für beide Seiten. Ich glaube, da kommt keine Liebe mehr auf die Idee, sich einfach abzuseilen. 😉

Wo nichts mehr geht

Auf so mancher Welle kann ich noch so leidenschaftlich herumreiten, sie bringt mich dorthin, wo nichts mehr geht. Und wenn ich mir dann halbwegs erfolgreich eingeredet habe, wohl am Ziel zu sein, höre ich das Meer. Es zeigt mir den Horizont, und ich kapiere, dass meine Welt auch dort noch lange nicht zu Ende ist.

Loslassen ist ein Risiko

Also, ich weiß ja nicht, ob es wirklich so supertoll ist, immer alle Fäden in der Hand zu haben. Man traut sich ja überhaupt nicht mehr, mal loszulassen und zu streicheln. Tut man’s doch, weil man’s einfach nicht lassen kann, kriegt man eins drauf, weil überall angeblich alle Stricke reißen. 😉

Wenn sie alle reißen

Wenn alle Stricke reißen,
ist das nicht unbedingt der Untergang.
Manchmal kriegt die Freiheit
genau in einem solchen Moment
die Oberhand,
und man segelt endlich in die Richtung,
in die man schon immer wollte.

Andreas Klaene

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Zwischen den Seilen

Meistens
kommt es so unscheinbar daher,
dass man es glatt übersieht.
Als bescheiden schimmernder Winzling
sitzt es zwischen so manchen Seilen,
an denen wir täglich kraftvoll ziehen:
das Glück.

Andreas Klaene

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Liebesnacht in Neuharlingersiel

Eigentlich tut man das ja nicht, aber hier tut es jeder: Jeder greift diesem Krabbenfischer an den Hintern. Kein Wunder, dass seine Hose wie poliert aussieht.
Irgendwie scheint’s ihn nicht zu stören. Man könnte sogar meinen, es gefalle ihm, denn dieser Typ rührt sich nicht von der Stelle, bleibt ganz ruhig dort, wo er ist: an der Hafenmauer von Neuharlingersiel. Schon eine Ewigkeit lang stiert er mit seinem Seehundblick dorthin, wo’s gut für die Seele ist. So, als kriegte er nicht die Liebesnacht aus dem Kopf, die Till Türmer (in meinem aktuellen Roman) gleich nebenan im Hotel verbracht hat.