Schau mich nicht so an

Ich mag diesen Felsen gar nicht ansehen. Dabei schießt mir nämlich gleich einer dieser neunmalklugen Sprüche durch den Schädel. Ich meine den, dass man seine eigenen Fehler mit den Augen anderer besonders gut sehen kann (hat garantiert wieder irgendein tiefsinniger Chinese gesagt). Wenn ich mir vorstelle, dass da was dran ist, verziehe ich mich doch lieber aus dem Blickfeld von so einem harten Brocken. Denn der kann einen wie mich doch nur für ’n Weichei halten. 😉

Auge des Waldes

Er nimmt Verletzungen hin,
vergisst sie aber nicht.
Aus seinen Wunden wachsen Augen.
Sie sehen uns an,
erzählen von Stürmen,
von flüsternden Nächten,
vom kathedralen Klang
des Frühlingsmorgens
und von allem,
was wir von ihm erfahren wollen.
Vom Baum.

Andreas Klaene

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