Der Tag geht dahin

Der Tag geht dahin.
Folgen wir ihm in die Nacht,
lassen uns vom weiten Laken
des Himmels zudecken
und uns vom Morgen
in die Weiten
des neuen Tages locken.

Andreas Klaene

Landeanflug

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Die Wasservögel zieht es zum nächtlichen Quartier auf den Feuchtwiesen. Dorthin, wo sie sich zum Tagesanbruch wieder erheben, dem Himmel entgegenstreben und ihre Runden über die Nordsee und Spiekeroog ziehen.

Das Haus der exklusiven Klavierkonzerte

Kaum zu glauben, ist aber wahr: In diesem Haus – es steht mitten im winzigen Warfendorf Rysum – gibt es Weltklassik zu hören. Pianisten aus der ganzen Welt geben hier in der Krummhörn ihre exklusiven Klavierkonzerte. Jeden Monat am letzten Samstag. Ich war dort, weil auch dieses Dorf und dieses Haus in meinem Roman Till Türmer eine wesentliche Rolle spielen.

Als hätte er mich nicht gesehen

Utkieker heißt er. In den Dünen von Spiekeroog wohnt er und genießt Tag für Tag rund um die Uhr eine grandiose Sicht. Über mich hat er doch glatt hinweggeschaut, als ich auf dem Weg zu Till Türmer, der Hauptfigur meines aktuellen Romans, bei ihm war. Ich nehm’s ihm nicht übel. Das Meer und die Weite sind allemal sehenswerter.

Am liebsten hätte er sie dort unten versenkt

Heute war ich auf diesem Schiff und dachte an genau diese Szene aus meinem Roman Till Türmer: „Mit dem Versprechen, sich zu all dem Gedanken zu machen, ging Till wieder an Bord der MS Spiekeroog I. Er stieg die Metallstufen hinauf bis zum Oberdeck, stellte sich an die Reling und sah den immer gefräßigen Möwen hinterher, die im eleganten Hungerflug um seinen Kopf segelten.

Er fragte sich, warum er sich überhaupt auf das Gespräch eingelassen hatte. „Am liebsten hätte er sie dort unten versenkt“ weiterlesen