Entdeckung nach dem ersten Augenblick

Wenn ich dieses Bild von Ulrike von Schrader sehe, fällt mir auf, wie bunt das ganz alltägliche Leben sein kann. Ich muss mir vermeintlich Tristes nur aufmerksam ansehen, um festzustellen, in welchen Farben es schimmert.

Bei diesem Gedanken fällt mir unwillkürlich ein Vogel ein, der Star. Auf den ersten Blick ist er schlichtweg unscheinbar. Einfach schwarz. Doch sobald ich mir ein paar weitere Augenblicke gönne, entdecke ich, wie sein schwarzes Gefieder kunterbunt schimmert. Und sobald ich versuche, all die Farben seines Kleides zu zählen, kann ich nur noch kapitulieren. Seine scheinbare Tristesse verzaubert den Blick.

Tolle Figur

Sie hat durchaus schon eine bessere Figur gemacht. Aber indem sie sich in zuwendender Absicht klein macht, verliert sie nicht an Größe. Auf fremder Augenhöhe angelangt, kommt sie großartig an.

Auch ’ne Idee

Wenn das Bewusstsein, keinen Arsch in der Hose zu haben, selbst durch den Erwerb einer neuen Jeans nicht zum Schweigen gebracht werden kann, kommt so manche Flasche auf die Idee, es einfach zu ertränken. ;))

Bis einen nichts mehr juckt

Im Falle einer krabbelnden Empfindung auf der Haut führe man unverzüglich und auf der Stelle eine der verfügbaren Hände zum Ort des nervigen Geschehens, fahre die Finger aus, richte deren Nägel punktgenau auf die Stelle widerlichen Reizes und kralle sie mutig in die Tiefe gepeinigten Fleisches, bis einen selbst das Lachen streunender Passanten überhaupt nicht mehr juckt.

Getrübte Aussicht

Wenn die Aussicht mal mies ist,
bleibt einem ja immer noch die eigene Innenansicht.
Und die kann einen auf Gedanken bringen,
auf die man beim schönsten Blick nach draußen
nie gekommen wäre.