
Wenn ich’s mir so recht überlege, stelle ich fest:
Hier liegt der Schnee von gestern. Der hat sich nur verkleidet: als der Matsch von heute.

Buchautor und Journalist. Jury-Mitglied der Literaten-Vereinigung "Gruppe 48".

Wenn ich’s mir so recht überlege, stelle ich fest:
Hier liegt der Schnee von gestern. Der hat sich nur verkleidet: als der Matsch von heute.

Also, wenn ich mal ganz ehrlich bin, muss ich sagen: Es fällt mir ja wahnsinnig schwer, die Finger von diesen Dingern zu lassen. Ich meine, satte zwanzig Prozent ermäßigt zu bekommen, macht es einem nun wirklich nicht leicht, einfach und total ignorant, „Elende Verführung“ weiterlesen

Böse Zungen sagen ja, dass man sich gewisse Probleme am besten dadurch vom Hals schafft, indem man einfach die Finger davon lässt. ? Das Hauptproblem ist nur, dass so manches, das man anfasst, einen ungeheuer haptischen Reiz hat.

Manchmal, wenn die Ordnung sich einfach mal hängen lässt, träumt sie den süßen Traum vom Chaos. Und ist sie wieder aufgewacht, stellt sie fest: So ’n Schiet, alles nur ’ne Illusion.

Habe soeben gelesen, dass manche eine tolle Aussicht einer guten Einsicht vorziehen. Passiert mir auch ab und zu und hin und wieder und immer mal wieder. ;))
Ich wünsche euch und mir eine reizvolle Perspektive.

Sie sagen es zwar nicht,
aber es kommt trotzdem raus.
Man sieht es ihnen doch an,
all den Bäumen:
Keiner zieht sie an
wie der Herbst.
Warum sonst
sollten sie sich
von ihm ausziehen lassen.
Auf ihn haben sie gewartet,
einen ganzen Sommer lang.
Darauf, dass er kommt,
stürmisch und sanft.
© Andreas Klaene

So nach ihr gesehnt,
wie nach einer Liebe,
die nur in Träumen war.
Sitzt sie endlich neben mir,
bin ich doch nicht mit ihr allein.
Die Ruhe hat die Stille mitgebracht,
redet lautlos mit meinen Gedanken,
selbst mit solchen,
denen ich das Maul gestopft.
Wie beunruhigend sie doch ist,
die herbeigesehnte Ruhe.
Halt ich sie aus,
höre ihr zu,
klingt leis in der Stille
mein von der Ruhe gewecktes Ich.

Mir ist gerade so danach. Darum jetzt ein tiefes Rot für euch. Also, ihr müsst deswegen nicht gleich erröten. Nehmt‘s einfach. Stellt’s euch vor Augen, in die Sinne oder sonst wo hin. Vielleicht steckt es euch ja an, das Blühende. Wenn das passieren würde, wäre das gar nicht so schlimm. Erblüht kommen wir einfach besser an. Auch bei uns selbst.

Also, ich weiß ja nicht, aber ich hab so die Ahnung, dass man Ketten enorm überbewertet. Wenn ich mir diese hier mal genau angucke, ist sie auf einmal gar nicht mehr da. Ich kann noch so suchen, sie ist weg. Stattdessen sehe ich lauter Nullen, die Händchen halten, damit sie sich nicht so allein fühlen.

Ich weiß, knospendes Grün sieht anders aus, aber ich finde, so ein Durchhänger macht sich auch nicht schlecht. So einen könnten wir uns am Wochenende doch auch mal leisten. Denn wenn ich mir diesen hier so angucke, stelle ich fest: Durchhängen macht schön.