Hellwach die Nacht verehrn

Bevor des letzten Tages Kerze ausgebrannt,
will ich lernen, hellwach die Nacht zu verehrn.
Nicht die eine, die alle erwartet,
nein, jede, die mir enthüllt,
was kein Tag mir zeigen kann.
Denn du, finstre Nacht,
schenkst mir der Sterne Leuchten,
während du selbst
dich im Mondlicht sonnst.
Im Meer der Träume
schlägst du meine Angstfregatten leck
und lässt sie in dir untergehn. 

Bis zum Umfallen

„Ist doch kein Leben, so ein Rumstehen bis zum Umfallen“, sagte das Denkmal. „Seit Jahrhunderten frage ich mich, ob die, die unter mir liegen, mich jemals gebraucht haben. Wenn ja, dann haben sie einen wie mich nicht verdient. Und falls sie mich doch verdient haben, dann können sie mit einem wie mir nichts anfangen. Ich glaube, ich leg mich jetzt einfach mal hin.“ 😉