So total offen

„Hey, was hast du denn vor?“ fragte der Baum.
„Ich muss da rein.“
„Biste ja schon. Ohne mich zu fragen.“
„Wieso fragen? Auf mich wirktest du total offen. Da dachte ich, du hättest bestimmt Platz für so ’n kleines Geheimnis.“
„Was denn für ’n Geheimnis?“
„Für mich. Keiner darf mich finden, und ich will keinen mehr sehen.“
„Haste was verbrochen?“
„Ne, noch nie.“
„Versteh ich nicht“, sagte der Baum.
„Ja, guck dir doch mal die Welt an. Alles voll von Verbrechern. Da kriegt man doch Angst. Du etwa nicht?“
„Bisher nicht.“
„Boah, du hast Nerven.“
„Ich glaube, ich hab hier oben nur `ne bessere Aussicht.“
„Was siehste denn da?“
„Ganz viel Gutes. Typen wie dich zum Beispiel. Wenn die nicht mehr da sind, kriege ich auch Angst. Vielleicht.“

Ich zeig’s dir

Ich bin ein Individuum, sagt das eine Bein zum anderen. Ich auch, sagt das andere. Und dann zeigen sie es sich, indem sie sind wie das andere. Doch das auf ganz eigene Art. 😉

Bis einen nichts mehr juckt

Im Falle einer krabbelnden Empfindung auf der Haut führe man unverzüglich und auf der Stelle eine der verfügbaren Hände zum Ort des nervigen Geschehens, fahre die Finger aus, richte deren Nägel punktgenau auf die Stelle widerlichen Reizes und kralle sie mutig in die Tiefe gepeinigten Fleisches, bis einen selbst das Lachen streunender Passanten überhaupt nicht mehr juckt.