Auch das merkt sie, die Kuh

Man kann ihn natürlich einfach nur ansehen. Man kann ihn aber auch streicheln. Man kann sich sogar auf ihn legen, auf diesen Rücken. Rein theoretisch. Wer das will, sollte die Besitzerin solch sanfter Hügelkette allerdings nicht für eine blöde Kuh halten. Das würde sie spüren, die Kuh. Sofort. Und dann würde nix mehr werden aus der Rumlümmelei in weich behaarten Rückentälern. In einem solchen Fall am besten nix wie weg. Wenn das nicht geht, unverzüglich mit dem Rücken zur Wand. Von dort aus schaut man sie an. Blickt ihr tief in die Augen. So lange, bis man sie mit völlig anderen Augen sieht. Denn auch das merkt sie, die Kuh.

Eine Antwort auf „Auch das merkt sie, die Kuh“

  1. Wer Kühe für blöd hält, versteht halt nichts von Kühen. Die sind einfach nur immer so freundlich, wie es geht. Treten einem Melker erst dann gegen das Schienbein, wenn er ihnen zum dritten Mal wirklich wehtut. Trampeln Zäune erst nieder, wenn man sie wirklich in Panik versetzt (z.B. wenn es brennt). Nutzen ihre Hörner erst zum Angriff, wenn man sie sehr deutlich bedroht.
    Wenn man Ärger hat oder traurig ist, ist der Aufenthalt bei einer Kuh fast ebenso gut wie der bei einer Katze.

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